Gray


Gray
Gray 〈[grɛı] n. 15; 〉 Einheit für die Energiedosis ionisierender Strahlen, 1 Gy = 1 J/kg = 100 rad [nach dem amerikan. Physiker Louis Harold Gray, 1905-1965]

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Gray [greɪ; nach dem brit. Physiker L. H. Gray (1905–1965)], das; -s; Einheitenzeichen: Gy: gesetzliche Einheit der Energiedosis mit den Umrechnungen 1 Gy = 1 J/kg = 100 rd ( Rad).

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Gray [greɪ ], das; -, - [nach dem brit. Physiker Louis Harold Gray (1905–1965)]:
Maßeinheit der Energiedosis (Zeichen: Gy).

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I
Gray
 
[englisch greɪ; nach L. H. Gray], Einheitenzeichen Gy, SI-Einheit der Energiedosis, durch die einer homogen verteilten Materie der Masse 1 kg die Energie 1 Joule gleichmäßig zugeführt wird: 1 Gy = 1 J/kg.
 
II
Gray
 
[greɪ], englisches Adelsgeschlecht, Grey.
 
III
Gray
 
[greɪ],
 
 1) Asa, amerikanischer Botaniker, * Sauquoit (N. Y.) 18. 11. 1810, ✝ Cambridge (Massachusetts) 30. 1. 1888; seit 1842 Professor an der Harvard University und dort Direktor des botanischen Gartens. Gray war der wichtigste Vertreter der Lehren Darwins in den USA.
 
 2) Elisha, amerikanischer Erfinder, * Barnesville (Ohio) 2. 8. 1835, ✝ Newtonville (heute zu Newton, Massachusetts) 21. 1. 1901; machte eine Reihe von Erfindungen auf dem Gebiet des Telegrafenwesens. Am 14. 2. 1876 - wenige Stunden nach A. G. Bell - beantragte er das Patent für das Telefon (gerichtlich wurde Bell die Priorität zuerkannt). 1888 erfand Gray einen Fernschreiber (Telautograph) zur Faksimileübertragung von Schrift und Zeichnungen.
 
 3) Louis Harold, britischer Physiker und Radiologe, * London 10. 11. 1905, ✝ Northwood (heute zu Greater London) 9. 7. 1965; wirkte ab 1937 (mit Unterbrechung 1947-53) am Mount Vernon Hospital in Northwood; ab 1953 Direktor des dortigen British Empire Cancer Campaign Research Unit. Arbeiten zur Kernphysik und v. a. zur Radiologie, Strahlenbiologie und Nuklearmedizin, besonders zur Strahlentherapie des Krebses und über die Risiken der Einwirkung ionisierender Strahlen.
 
 4) Simon, englischer Dramatiker, * Hayling Island (County Hampshire) 21. 10. 1936. Grays v. a. im akademischen Milieu angesiedeltes Werk behandelt witzig-satirisch zwischenmenschliche Kommunikations- und Machtkonflikte (z. B. zwischen scheinbarer Liberalität und konventionellem Rollenverhalten), wobei hinter der Oberflächenkomik Grausamkeit und Gewalt der Auseinandersetzung spürbar werden; schreibt auch Fernsehspiele und Romane.
 
Werke: Dramen: Sleeping dog (1968); Wise child (1968; deutsch Kluges Kind); Rear column (1978; deutsch Die Nachhut); Stage struck (1979; deutsch Theaterblut); Close of play (1979; deutsch Ende des Spiels); The common pursuit (1984; deutsch Verlorenes Glück); Melon (1987); Cell mates (1995).
 
Romane: Colmain (1963); Simple people (1965); A comeback for Stark (1968).
 
 5) Stephen, englischer Naturwissenschaftler, * vermutlich Canterbury 1666 oder 1667, ✝ London 15. 2. 1736; grundlegende Untersuchungen zur Elektrizität (ab 1708), die am Beginn der Elektrizitätslehre stehen. Gray entdeckte 1729 die Elektrizitätsleitung und die Influenzelektrizität und unterschied erstmals zwischen elektrischen Leitern und Nichtleitern; er wurde 1732 Mitglied der Royal Society.
 
 6) Thomas, englischer Dichter, * London 16. 12. 1716, ✝ Cambridge 30. 7. 1771; war mit seiner kontemplativen, elegischen Lyrik sowie als Entdecker der altnordischen und gälischen Dichtung ein Wegbereiter der Romantik. Sein berühmtestes Gedicht ist die »Elegy written in a country churchyard« (1751; deutsch »Elegie auf einem Dorfkirchhof«).
 
 
Weitere Werke: Lyrik: An ode on a distant prospect of Eton College (1747); Progress of poesy (1757).
 
Ausgaben: Works, herausgegeben von E. Gosse, 4 Bände (1884, Nachdruck 1968); Correspondence, herausgegeben von P. Toynbee u. a., 3 Bände (1935, Nachdruck 1971); Complete poems. English, Latin and Greek, herausgegeben von H. W. Starr u. a. (Neuausgabe 1972); T. Gray and William Collins: Poetical works, herausgegeben von R. Lonsdale (Neuausgabe 1985).
 
 
R. Lonsdale: The poetry of T. G. Versions of the self (London 1973);
 A. L. u. I. Lytton-Sells: T. G. His life and works (ebd. 1980).

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Gray [ɡrei], das; -[e]s, - [nach dem brit. Physiker Louis Harold Gray (1905-1965)]: Maßeinheit der Energiedosis (Zeichen: Gy).

Universal-Lexikon. 2012.